Goldenes Band an der Bahn


Nordöstlich des Zentrums von London befindet sich der Stadtteil Hackney, der nicht nur durch einen bunten Mix der Kulturen, sondern auch der Architektur und Baustile geprägt ist. Durchkreuzt wird der Stadtteil von viktorianischen Eisenbahnbögen, oberhalb derer die noch aktive Nord-London-Bahnlinie verläuft. Unterhalb der Bahn haben sich im Zuge der Masterplanung Hackney Walk kleine Werkstätten, Showrooms, Restaurants und Cafés angesiedelt, die eine urbane Atmosphäre mit eigener Identität schaffen.

Kontrastreicher Dialog

Die Masterplanung für den Hackney Walk entstand in Folge der Londoner Unruhen im Jahr 2011 und wurde durch den Londoner Architekten David Adjaye entworfen. Adjayes Vision des Hackney Walks zeichnet eine lebenswerte Umgebung, die Touristen anzieht, Arbeitsplätze schafft und so pulsierend ist wie Hackney selbst. Die erste Phase beinhaltete die Sanierung und Neugestaltung der 12 Eisenbahnbögen inklusive Landschafts- und Freiraumgestaltungsarbeiten auf der Nordseite der Morning Lane. Einen essentiellen Bestandteil der Attraktivierung der Industrieeinheiten unterhalb der Bahn stellen die 24 Hebefaltelemente dar, die als goldfarbenes und durch ihre Perforation textil anmutendes Band die Glasfassaden der einzelnen Shops und Werkstätten verkleiden und schützen. Die neue Fassadenverkleidung tritt mit den gut erhaltenen historischen Bögen in einen kontrastreichen Dialog, der Spannung erzeugt und bereits aus der Ferne neugierig macht, das Gelände zu erkunden. Die mit goldfarbenem Streckmetall beplankten Fassadenelemente kommen auf einer Länge von rund 150 Metern zum Einsatz und verfügen über eine Höhe von 4,50 Meter. Jeder Faltladen kann individuell hoch- und heruntergefahren werden. Dabei sorgt die patentierte Anknick- und Verriegelungstechnik für ein sicheres Verbleiben in der gewünschten Position.

Besondere Anforderung an Höhe und Ausladung
Der Fassadenabschluss der Eisenbahnbögen stellte aufgrund der Abmessungen eine besondere Herausforderung dar. Um die Anforderungen an Höhe und Ausladung der geöffneten Elemente einzuhalten, wurde ein vierflügeliges Hebefalttor entwickelt. Ferner sollten die Elemente nicht nur zum Schließen der Ladenlokale dienen, sondern auch vor Sonneneinstrahlung schützen. Um eine dahingehend funktionierende Technik sicherzustellen, wurde ein Mock-Up in Originalausmessung entwickelt und einem Dauertest unterzogen, bevor schließlich alle Hebefalttore in Produktion gingen.




  •  

    Projekt
    Hackney Walk

    Ort
    London

    Architektur
    Adjaye Associates, London

    Produkte
    24 Hebefalttore, 4-flügelig
    Goldfarben eloxiertes Streckmetall